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Mit der hier vorgestellten Tätigkeit habe ich meine Berufung gefunden. Sie ist die Konsequenz aus meinen Lebenserfahrungen, aus dem Überleben von Mißbrauch, Gewalt, jahrelanger Depression und Einsamkeit. Sie ist auch die Konsequenz aus der daraus resultierenden Kompromißlosigkeit. Ich habe viel Zeit mit dem Versuch verbracht, vor mir selbst wegzulaufen, doch die Ereignisse in meinem Leben zwangen mich zur Auseinanderzusetzung. Ich mußte, wie so viele andere auch, den Weg der Erkenntnis über Krisen und Krankheiten gehen. Ich habe jahrelang Kette geraucht, Unmengen an Alkohol in mich hineingeschüttet, hatte 30 kg Übergewicht und lange das Gefühl, hier fehl am Platz zu sein. Ich habe mir immer die Frage gestellt, warum das so ist. Dabei hatte ich oft Helfer um mich, die mir in allem einen Sinn zeigen konnten. So mußte ich im Laufe der Zeit erkennen, daß in jeder Krankheit und jeder Krise ein Hinweis zur Gestaltung meines weiteren Lebens steckte. Diese Erkenntnis umzusetzen war und ist oft verdammt hart, letztlich aber unvermeidlich, denn ich konnte auch direkt spüren, was passiert, wenn ich mich dem widersetze. So war es denn irgendwann vernünftig und logisch, diese Hinweise ernst zu nehmen.
Über die Musik kam ich ständig mit Leuten in Kontakt, die einen anderen Zugang zum Trommeln hatten, nämlich den der schamanische Arbeit. So war es eine Frage der Zeit, daß ich mich auch mit dieser Thematik beschäftigen mußte, denn schließlich hatte es mich lange genug verfolgt. Ich lernte den schamanischen Weg als einen Weg der Erfahrung kennen, bei dem nichts auf Glauben beruht sondern das eigene Handeln im Mittelpunkt steht, was meiner Auffassung vom Leben entsprach. Nachdem bei mir eine streng katholische Erziehung dazu geführt hatte, diese Seite lange Jahre zu verleugnen, fand ich hier eine neue sprirtuelle Heimat. Der schamanische Weg ist für mich in erster Linie ein Weg der Selbsterkenntnis. Die folgenden Jahre habe ich damit verbracht, vieles über mich selbst zu lernen und meinen persönlichen Weg der Heilung zu finden. Ich habe dabei erfahren, daß es unvermeidlich ist, in den Spiegel zu schauen und alles nötige, das für das eigene Leben wichtig ist, dabei zu lernen. Diese Informationen können nicht von außen kommen. Alle redeten von Selbstverwirklichung und dies war für mich der Schlüssel dazu. Nachdem ich mit der Materie vertraut war, konnte ich beginnen, nach der Wirksamkeit des hier angewendeten Schamanismus zu fragen und mußte erkennen, daß diese Methode einer kritischen Betrachtung nicht standhalten konnte. Es gab zwar hier recht gute Ansätze, aber mir fehlte die Umsetzung. Wie so vieles im Bereich der Esoterik eignet sich auch die schmanische Arbeit dazu, sich etwas vorzumachen und sein Ego aufzublähen. Und mir sind in diesen Kreisen keine authentischen Repräsentanten begegnet. Alle Menschen, die sich mir gegenüber als Lehrer ausgaben, konnten mir lediglich zeigen, wie es nicht geht. Wenigstens dafür bin ich ihnen dankbar. Ich habe darauf hin alles Erlebte und meine eigene Rolle kritisch hinterfragen und daraus meine eigene Sichtweise entwickeln müssen, um selbst tätig werden zu können. Vor allem ging es mir darum, einen Weg zu finden, der lebbar ist und der Konsequenzen im Alltag hat. Herausgekommen ist eine Verbindung von uraltem Wissen und dem heutigen naturwissenschaftlichen Weltbild. Und die Erkenntnis, daß alles Wissen dieser Welt uns nur nützt, wenn wir es auch anwenden können. Es war dann auch eine logische Konsequenz, daraus meinen neuen Beruf abzuleiten. Dieses Wissen konnte ich schon oft anwenden, um anderen ihren eigenen Weg der Heilung zu zeigen und ich bin nach wie vor davon überzeugt, daß es sich hierbei um eine Möglichkeit handelt, im Hier und Jetzt ein erfülltes Leben zu erreichen. Denn letztlich geht es immer um die Frage: "Was brauche ich wirklich und wie bekomme ich es?". Wenn diese Fragen beantwortet werden kann, ist das wesentliche erreicht. Durch die schamanische Arbeit habe ich gelernt, meinem Gefühl und meinen Visionen zu folgen. Das war nicht einfach und hat mich oft an den Rand des Wahnsinns gebracht - zurückblickend kann ich aber sagen, daß es richtig war und mich weiter gebracht hat. Mit dieser Arbeit folge ich meiner Vision, die Menschen wieder zu ihrem Gefühl zurückzuführen. Mit meiner Arbeit als Trommellehrer (siehe auch meine Seite www.freitrommeln.de) habe ich das in einem kleinen Teilbereich bereits realisiert. Ich bin 1965 geboren, geschieden und habe eine Tochter (geboren 2004).
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